Aufmerksamkeit ist in diesem Modell eine geistige Ressource: Was wir bewusst fokussieren, aber auch entschlossen ablehnen, kann an Bedeutung gewinnen und mentale Energie binden. Ulrich Kramer [1] setzt dafür den Begriff „Mentalquanten“ ein und beschreibt ihn als gleichbedeutend mit Aufmerksamkeit. So entsteht die Vorstellung, dass ein Teil der eigenen Aufmerksamkeit gewissermaßen an einen Menschen, ein Ereignis, einen Konflikt oder ein Ziel gebunden bleibt.
Besonders deutlich wird dies bei ungelösten inneren Vorgängen. Als typische Bindungen lassen sich unterscheiden:
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Nicht aufgelöste Konflikte und Traumata: Eigene oder übernommene Erlebnisse können gedanklich weiterwirken.
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Fokus und Ablehnung binden Mentalquanten; Loslassen löst Bindungen und stärkt eigene Ziele.
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Nicht abgeschlossene Aktionsabläufe: Unerledigte Vorhaben und offene Entscheidungen halten Aufmerksamkeit gebunden.
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Aufmerksamkeit selbst: Sorgen, mehrere gleichzeitige „Baustellen“ und dauernde Beschäftigung zerstreuen die mentale Energie.
Das Mentalquanten Modell beschreibt deshalb das bewusste Abschließen, Akzeptieren oder Verzeihen als Möglichkeit, solche Bindungen zu lösen.
Für die praktische Selbstbeobachtung ist diese Grundidee wichtig: Worauf richte ich meine Aufmerksamkeit, was lehne ich ständig ab und welche Themen ziehen immer wieder Energie? Bewusstes Loslassen kann helfen, die Aufmerksamkeit wieder für eigene Ziele und schöpferische Prozesse verfügbar zu machen. Im Zusammenhang mit Egregoren und Gruppengeistern lässt sich zusätzlich untersuchen, wie gemeinschaftliche Denkformen Aufmerksamkeit bündeln und dauerhaft binden können.

Siehe auch:
Quellenverzeichnis:
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https://www.amazon.de/ALS-ALLES-BEGANN-MindWalking-Erkenntnisse-Entstehung/dp/3947397267
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Buch: Als alles begann - Der Urknall fand nicht statt!; Seite 89
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Buch: Als alles begann - Der Urknall fand nicht statt!; Seite 59
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Buch: Als alles begann - Der Urknall fand nicht statt!; Seite 44
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Buch: Als alles begann - Der Urknall fand nicht statt!; Seite 53